Tagung

Vom Völkerbund bis Donald Trump : Multilateralismus im 20. und 21. Jahrhundert: Mythos und Realität

13. Februar | 14:00

Eine gemeinsame Journée d’Étude von Centre Marc Bloch (CMB) und Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS), in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag

Multilateralismus – das Verständnis für die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit in wesentlichen außenpolitischen Bereichen bei gleichzeitigem Versuch eines Ausgleichs der verschiedenen nationalen Interessen und Standpunkte – gilt als eine der wesentlichen Errungenschaften der internationalen Politik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gern wird dabei auf die zentrale Rolle verwiesen, welche internationale Organisationen seit der Gründung des Völkerbunds nach dem Ersten Weltkrieg für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern spielten. Doch nicht erst seit Donald Trump wird der Multilateralismus als Ansatz internationaler Politik in Frage gestellt, und zwar nicht nur aus der Perspektive einer radikal nationalistischen Haltung à la America first, sondern auch unter Verweis auf die sehr realen Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse auf der internationalen Bühne, welche von dem Begriff des „Multilateralismus“ eher verschleiert oder beschönigt werden.

Aus Anlass des 100. Jahrestags der Gründung des Völkerbundes geht die geplante eintägige Tagung in dieser Perspektive Mythos und Realität des Multilateralismus in der internationalen Politik des 20. und frühen 21. Jahrhunderts nach und fragt nach Chancen und Grenzen eines auf Zusammenarbeit und Ausgleich ausgerichteten Ansatzes der internationalen Politik seit dem Ende des Ersten Weltkriegs.

Die Journée d’Étude findet in deutscher und französischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.

Das 2. Panel wird in englischer Sprache ohne Übersetzung ablaufen!

Programm

14.00-15.30 Uhr

  1. Panel
    „Der Völkerbund und die internationale Zusammenarbeit nach dem Ersten Weltkrieg:  Expertenzirkulation und politisches Scheitern in Zeiten der Krise“

ReferentInnen

  • Effi Böhlke (RLS, Büro GF)
  • Marine DhermyMairal (Univ. Genf)

Moderation: Jakob Vogel (Direktor des CMB)

15.30- 16.00 Uhr Kaffeepause

16.00-17.30 Uhr

  1. Panel

„Multilateralism under the conditions of the Cold War: The UN and the international cooperation after 1945“

ReferentInnen

  • Andrew Hurrell (Universität Oxford)
  • Paul Stubbs (The Institute of Economics, Zagreb)

Moderation: Stefanie Ehmsen (RLS, stellv. Leiterin des Bereichs Bundesweite Arbeit, ehem. Leiterin Regionalbüro NY)

[Achtung: Dieses Panel findet in englischer Sprache statt und wird nicht übersetzt! / This panel will take place in English and will not be translated!]

18.00 Uhr

  1. Abendpodium „Multilateralismus heute“

ReferentInnen

  • Jens Martens (Global Policy Forum, Bonn)
  • Régine Perron (Maître de conférences en histoire des relations internationales à l’université de CergyPontoise, derzeit Montréal )
  • Ingar Solty (RLS, Referent Friedens und Sicherheitspolitik)
  • Elsa Tulmets (CMB / Europa Universität Viadrina) 

Moderation: Boris Kanzleiter (Direktor des Zentrums für Internationalen Dialog der RLS)

19.30 Uhr            Empfang (in den Räumlichkeiten des CMB)

Ort

Salle Germaine Tillion
Centre Marc Bloch
Friedrichstrasse 191
10117 Berlin



An-Institut

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

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