Caroline Garrido Doktorandin

garrido_[at]_cmb.hu-berlin.de
Tel: (+49) 030 / 2093 / 70741
Fax: (+49) 030 / 2093 / 70701


Mutterinstitut
CERHIO ( Centre de Recherches Historiques de l'Ouest) ; Université de Potsdam
Position
Doctorandin im Rahmen einer Co-tutelle (Universität Rennes 2 / Universität Potsdam)
Fachbereich
Geschichte

Aufenthaltszeitraum : vom 01.05.2013 bis 30.09.2018
Lebenslauf als Datei


Stipendium

Juli - Oktober 2013 : Mobilitätsstipendium vom CIERA

Januar - Juni 2014 : Mobilitätsstipendium vom Rennes Métropole

Oktober 2014 - September 2015: Stipendium der Studienstiftung des Abgeordnetenhaus vom Berlin

Oktober 2015 - Dezember 2015: Mobilitätsstipendium vom CIERA

Juli - Dezember 2016 : Abschlussstipendium vom Centre Marc Bloch

 


Forschungsthema

Stadt- und Raumplanung ; Berlin ; DDR-Forschung ; Oral history


(cotutelle)
Titel der Dissertation
Raumplanung, -aneignung und -praktiken im Kontext des Mauerbaus (1960er Jahren)
Zusammenfassung der Dissertation

Die Dissertation bearbeitet die Frage der Auswirkungen der Berliner Mauer auf die ostdeutsche Gesellschaft. Die Studie konzentriert sich auf deren Auswirkungen, auf alltägliche Lebenswelten und Verkehrswege. Insofern handelt es sich um eine mikrohistorische oder noch mehr um eine psychogeographische Analyse der ostdeutschen Gesellschaft. Die Psychogeographie verweist auf die 1950er Jahren und den Surrealismus. Guy Debord bezeichnet sie als "l'étude des lois exactes, et des effets précis du milieu, consciemment aménagé ou non, agissant directement sur le comportement affectif des individus". Inwieweit kann sich die ostdeutsche Gesellschaft dieses begrenzte und durchgesetzte Territorium wieder aneignen und den affektiven und territorialen Bruch überwinden? 

Die Frage der sensiblen Dimension zu dem Territorium wirft die Fragestellungen der Geschichte der Emotionen auf. Die Errichtung der Mauer ist durch die kollektive Erinnerung sehr geprägt. Mein Ziel ist es, die Frage dieses kollektiven Schocks zu überwinden und durch die affektive Beziehung zu dem Territorium, die Vielfältigkeit der Emotionen zu untersuchen. Wie erlebt die Gesellschaft die territoriale Zäsur? Inwiefern fühlte sie sich mit der anderen Seite verbunden? Inwieweit differenziert sie sich, beschreibt sie sich als Ostberliner? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der Schaffung der Identität und die Veränderung des Territoriums? Kreiert das Territorium die Identität? Oder wurde das Territorium durch diese Identität(en) gebildet?


Betreuer

Jacqueline Sainclivier / Prof. Dr. Thomas Lindenberger


Organisation von Veranstaltungen

Organisation eines internationalen und interdisziplinären Workshops zu "Herrschaft als soziale Praxis in Ostmitteleuropa nach 1945" an der europäischen Universität Viadrina in Francfurt/Oder, vom 16. bis 19. Oktober 2014 (Programme


Aktivitäten

Teilnahme an der Redaktion des Newsletter am Centre Marc Bloch



Publikationen
  • (Article co-écrit avec Béatrice von Hirschhausen et Marie Hocquet) : Berlin par-delà les ruptures. Vivre, raconter et produire les matières de la ville, in: L'Espace géographique, 2/17, 2017.

  • Evénement et émotion dans la construction d'un savoir scientifique : territoires de l'historien(ne) du temps présent, ouvrage collectif réalisé dans le cadre du programme de formation-recherche du CIERA L’histoire du temps présent et ses défis au XXIè siècle, 2016.

  • (Article co-écrit avec Béatrice von Hirschhausen et Marie Hocquet) : Jenseits politischer Zäsuren? Berliner Phantomgrenzen in aktuellen Praktiken und Diskursen,in : Sondernummer « Gefühlte Einheit » der Informationen für Raumentwicklung, 2015.

  • « L’histoire du temps présent au voisinage des sciences sociales »,
 Vingtième Siècle, Varia, janvier-mars 2014

  • « L'histoire du temps présent au voisinage des sciences sociales : entre inter-, pluri- et transdisciplinarité », Les Carnets de recherche du CIERA, septembre 2013.