Prof. Dr. Denis Eckert | Forscher

Mobilität, Migration und räumliche Neuordnung
Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, D-10117 Berlin
E-Mail: eckert  ( at )  cmb.hu-berlin.de Tel: 030 / 2093 70 718
Website: http://http://

Mutterinstitut : CNRS | Position : Forschungsdirektor | Fachbereich : Stadtgeographie , Geographie |

Biographie

Denis Eckert war in verschiedenen Forschungszentren in Frankreich, Russland und Deutschland (Montpellier, Paris, Toulouse, Moskau, Berlin) tätig, nacheinander als Forscher und dann als Forschungsdirektor am CNRS. Außerdem war er visiting fellow in Montreal (CIRST, 2015) und Leipzig (Leibniz-Institut für Länderkunde, 2015-1016). Er war in verschiedenen Funktionen tätig (Direktor eines Forschungszentrums in Toulouse, Chefredakteur einer Zeitschrift) und war Mitglied verschiedener Forschungsevaluierungsgremien (National Research Agency, CNRS National Committee) und Programmjurys.

12 Jahre lang leitete er die Online-Zeitschrift "Mappemonde", die sich der Frage der Geovisualisierung und der Kartographie widmet.

Lebenslauf als Datei
Forschungsthema

Keywords: Ukraine, Russia and Eastern Europe • Geography of science and innovation • Cities & knowledge • Cartography and vizualisation of spatialized data

Denis Eckert arbeitet an regionalen und stadtgeographischen Fragestellungen in zwei verschiedenen Bereichen. Sein erster Schwerpunkt liegt auf der territorialen Dynamik Mittel- und Osteuropas und insbesondere auf den "Zwischenräumen" wie die Ukraine, die am Schnittpunkt der Einflusszonen Russlands und der Europäischen Union liegt. Er hat kürzlich über die Geschichte der Grenzbildung in diesem Gebiet und über die Krisenzone Donbass veröffentlicht und führt Feldarbeiten zur Jugendmigration (einschließlich Studenten) durch. Er koordiniert eine kleine Gruppe von Forschern am Marc-Bloch-Zentrum, die sich im Rahmen des Clusters "Migrations, Mobilités, Reconfiguration des Espaces" besonders für Osteuropa und seine Entwicklung in der Gegenwart interessieren und definiert es als einen Raum der Unsicherheit, in dem die "Erwartungshorizonte" von Einzelpersonen aufgebaut werden sollen, ohne dass stabile, vom Staat vorgeschlagene Perspektiven bestehen.

Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der geografischen Dynamik der akademischen Welt und insbesondere mit den territorialen Verankerungen der Forschungstätigkeit. Er hat zahlreiche Projekte in diesem Bereich (ANR Géoscience, Labex SMS-Projekte in Toulouse) in einem interdisziplinären Rahmen (Geographie, Soziologie, Geschichte) im Bereich "Sciences and Technology Studies" geleitet. Er arbeitete zu diesem Thema sowohl auf globaler Ebene, zur Entwicklung der "Städte der Wissenschaft" als auch zu nationalen Fallstudien (Russland, Deutschland).

Sie ist auch sehr stark in die Überlegungen zur Visualisierung und Kartierung eingebunden, insbesondere im Hinblick auf die "Online-" Geovisualisierungstools.

L’Ukraine, espace instable de l’Est européen

 Städte und Regionen der Ukraine in einem globalisierten Migrationsfeld : eine Analyse auf Grundlage von Studierendenströmen

Aufgrund der instabilen Wirtschaftslage und des Konflikts, der 2014 im Osten des Landes ausgebrochen ist, wird die Ukraine derzeit vor allem als Ursprungsland für Migrationsströme betrachtet. Jedoch begann die Migration von Arbeitskräften sowie Studierenden viel früher. Unter anderem ist das Land bekanntlich der Ausgangspunkt für Arbeitsmigration z.B. nach Polen (schätzungsweise ungefähr 1 bis 2 Millionen ArbeitnehmerInnen und Studierenden) aber auch zu anderen Zielen wie Italien oder Portugal. Die Beziehungen zu Russland sind ebenfalls stark und langlebig.

Diese Migrationen sind sehr gut dokumentiert, insbesondere in Polen, wo die Soziologen sehr aufmerksam diese Bewegungen beobachten, sowie die Art und Weise, wie die MigrantInnen integriert werden. Der räumliche Aspekt dieser Migrationen ist jedoch weniger erforscht: welche Regionen und Orte innerhalb Europas empfangen am meisten MigrantInnen? Darüber hinaus müssen diese Migrationen auch in einem Kontinuum gesehen werden: der familiäre Hintergrund der Migrationen zum Beispiel ist weniger bekannt.

Dabei ist es ebenfalls wichtig das Thema andersherum ins Auge zu fassen, nämlich die Migrationsströme in Richtung Ukraine zu betrachten. Denn die Ukraine ist auch ein Ziel für MigrantInnen auf der Suche nach Arbeit und Ausbildung. Lviv er Kharkiv sich unter anderen beliebte Ziele für ausländische Studierende, die manchmal von weit her kommen.

Ziel dieser Forschung ist es die Studierendenmigrationen, die von der Ukraine ausgehen (Ziele, Modalitäten), mit den Migrationen Richtung Ukraine zu vergleichen, um auf globale und integrierte Weise zu verstehen, welche Stellung dieses Land in einem europäischen und globalen Migrationsfeld einnimmt.

Publikationen

(Selection)

Books

Eckert D. (2012), Le monde russe (The Russian World), 3d edition, Paris: Hachette, 254 p. [first editions : 2004 and 2007]

Brunet R., Eckert D., Kolossov V., dir. (1995), Atlas de la Russie et des pays proches Montpellier-Paris: Reclus - La Documentation Française, 208 p. ISBN 2-11-003428-9

Editorial of Books & Special Issues

Eckert D., Baron M., eds (2013), « La science, l’espace et les cartes », special issue, M@ppemonde, n°110 ; ISSN 1769-7298 http://mappemonde.mgm.fr/dos_science.html

Peer-Reviewed Journal Articles

accepted

Еккерт Д. (2019). Українські кордони: сучасний стан і проблеми. Український географічний журнал

published

Maisonobe, M., Jégou, L., & Eckert, D. (2018). Delineating urban agglomerations across the world: a dataset for studying the spatial distribution of academic research at city level. Cybergeo : European Journal of Geography, (871). http://journals.openedition.org/cybergeo/29637

Eckert, D. (2017). « L’Ukraine ou les contours incertains d’un Etat européen ». L’Espace Politique 33(3). http://journals.openedition.org/espacepolitique/4411

Eckert, D., & Lambroschini, S. (2017). La ligne de démarcation entre le Donbass et le reste de l’Ukraine. M@ppemonde, (119). http://mappemonde.mgm.fr/119lieu1/

Maisonobe, M., Grossetti, M., Milard, B., Jégou, L., & Eckert, D. (2017). The global geography of scientific visibility: a deconcentration process (1999-2011). Scientometrics. https://doi.org/10.1007/s11192-017-2463-2

Maisonobe, M., Eckert, D., Grossetti, M., Jégou, L., & Milard, B. (2016). The world network of scientific collaborations between cities: domestic or international dynamics? Journal of Informetrics, 10(4), 1025–1036. https://doi.org/10.1016/j.joi.2016.06.002

Maisonobe, M., Grossetti, M., Milard, B., Eckert, D., & Jégou, L. (2016). L’évolution mondiale des réseaux de collaborations scientifiques entre villes : des échelles multiples. Revue française de sociologie, 57(3), 417–441.

Grossetti M., Eckert D., Jegou L., Gingras Y., Lariviere V., Milard B. (2014), « Cities and the geographical deconcentration of scientific activity : a multi-level analysis of publications (1987-2007) », Urban Studies, 51(10) 2219–2234, doi: 10.1177/0042098013506047

Martin-Brelot H., Grossetti M., Eckert D., Gritsai O.,  Kovacs Z. (2010) « The spatial mobility of the 'creative class' : a European perspective », International Journal of Urban and Regional Research, Volume 34, Issue 4, Pages 725–1007

Contribution to Edited Volumes

Eckert, D., Gouzévitch D., Gouzévitch I., et Pane M.-N. 2018. « La Russie, construction et crise d’un système scientifique ». in Les ancrages nationaux de la science mondiale XVIIIe-XXIe siècles, édité par M. Kleiche-Dray. Paris: Editions des Archives Contemporaines - Presses de l’IRD, p. 323‑54.

Eckert, D., Grossetti M., Jégou L., et Maisonobe M. (2018). « Les villes de la science contemporaine, entre logiques locales, nationales et globales. Une approche bibliométrique ». in Les ancrages nationaux de la science mondiale XVIIIe-XXIe siècles, édité par M. Kleiche-Dray. Paris: Editions des Archives Contemporaines - Presses de l’IRD, p. 37‑64

Grossetti, M., Eckert, D., Maisonobe, M., & Tallec, J. (2016). Four Commonly Held Beliefs About the Geography of Scientific Activities. In R. Shearmur, C. Carrincazeaux, & D. Doloreux (Eds.), Handbook on the Geographies of Innovation. Cheltenham: Edward Elgar.

Baron, M., Maisonobe, M., Jégou, L., & Eckert, D. (2015). Villes européennes et production scientifique mondiale. In D. Pumain & M.-F. Mattei (Eds.), Données urbaines 7 (Economica, Anthropos, pp. 285–296). Paris. 

Eckert D., Murie A., Musterd S. (2010), « Pathways in Europe », in Making Competitive Cities, Musterd S., Murie A., Kovacs Z. (eds), London : Wiley-Blackwell, p. 35-42


An-Institut

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

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