Franck Hofmann Forscher



Fachbereich
Literaturwissenschaft

Aufenthaltszeitraum : vom 01.10.2015 bis 30.09.2018
Biographie

Dr. Franck Hofmann ist komparatistischer Literaturwissenschaftler und Essayist. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Epistemologie, der historischen Anthropologie und der Kulturtheorie. Als Forscher des Centre Marc Bloch arbeitet er zu Fragen der Erzählung des Globalen und der Architekturen des Wissens. 

 




Publikationen

Monographien

Aus dem letzten Zimmer. Eine Ästhetik des Abschieds. Berlin : Kadmos 2016

Sprachen der Freundschaft. Rudolf Borchardts Arbeit am ästhetischen Menschen. München : Fink 2004

 

Herausgeberschaften

Fluchtpunkt. Das Mittelmeer und die europäische Krise, hrsg. und eingeleitet von Franck Hofmann und Markus Messling, Berlin: Kadmos 2016 (in Vorbereitung).

Leeres Zentrum. Das Mittelmeer und die literarische Moderne. Eine Anthologie, herausgegeben und mit einem Nachwort von Franck Hofmann und Markus Messling, Berlin: Kadmos 2015.

Die Erfahrung des Orpheus, hg. mit Gabriele Brandstetter u.a., München: Fink  2010.

Raum in den Künsten. Konstruktion – Bewegung – Politik, hg. mit Armen Avanessian, München: Fink 2010.

Notationen und choreographisches Denken, hg. mit Gabriele Brandstetter u.a., Freiburg: Rombach 2010.

Form. Zwischen Ästhetik und künstlerischer Praxis, hg. mit Armen Avanessian u.a., Berlin: Diaphnes 2009.

Erfahrungsräume - Configurations de l’expérience (transversal 2), hg. mit Nicolas Hubé u.a., München: Fink 2006.

Abstand - Verständnis (transversal 1) hg. mit Nicolas Hubé u.a., München: Fink 2005.

Raum-Dynamik, hg. mit Jens Sennewald, Bielefeld: transkript 2004.

Material im Prozess. Strategien ästhetischer Produktivität, hg. mit A. Haus u. Änne Söll, Berlin : Reimer 2000.

 

 

 

 

 

 

 

 


Fluchtpunkt - Das Mittelmeer und die europäische Krise

01.November 2017

Franck Hofmann, Markus Messling

Edition: Kulturverlag Kadmos
ISBN: ISBN 978-3-86599-384-7

»Schließlich blüht die modische Verneinung von Modernität, Vernunft und Aufklärung auf beiden Seiten unseres gemeinsamen Mittelmeeres.« Sadik J. Al-Azem

In der Méditerranée kommen die Zukunftsprobleme der globalen Welt wie unter einem Brennglas zur Sichtbarkeit: Europa muss sich vom Süden her neu entwerfen.

Mit Texten von

Sadik J. Al-Azem, Étienne Balibar, Raffaele Carbone, Volkan Çidam, Roberto Dainotto, Depression Era, Hanno Ehrlicher, Ottmar Ette, Gunter Gebauer, Mohamed Kerrou, Yann Lafon, Giovanni Levi, Nora Lafi, Nazan Maksudyan, Sandro Mezzadra, Tanja Michalsky, Sarga Moussa, Valentina Neri, Diogo Sardinha, Adania Shilbi, Frieder Otto Wolf



Aus dem letzten Zimmer. Eine Ästhetik des Abschieds

01.November 2016

Franck Hofmann

Edition: Kulturverlag Kadmos
ISBN: 978-3-86599-295-6

Bildkünstlerisch begleitet von Werner Gasser

Die persönliche Erfahrung einer Sterbebegleitung stand am Anfang: Wie können wir, Vaganten metaphysischer Obdachlosigkeit, unserer Endlichkeit begegnen? Und mehr noch: Was heißt es, den Tod nicht als etwas zu denken, das gegeben ist, sondern als etwas, das im menschlichen Horizont geschaffen werden muss: Dass es gilt, sterblich zu werden? Von der kulturtheoretischen These ausgehend, dass der Tod eines der letzten Tabus säkularer Gesellschaften und die ›ars moriendi‹ ein zentrales Defizit der Moderne ist, stellt das Buch die Frage: Welche Formen könnte eine gegenwärtige Sterbekunst annehmen? In dieser gewinnen die Literatur und  die Künste eine besondere Bedeutung; ermöglichen sie doch die Entfaltung einer symbolischen Kultur, die bis an die Grenze reicht, an der das Leben abbricht. In der Stille, die dort herrscht, gewinnt das Erzählen an Gewicht. Es wird Teil der Anstrengung, von der dieses Buch berichtet: die hoffnungslose Endgültigkeit des Verlusts zu begreifen und ihr im Leben gerecht zu werden. 



Leeres Zentrum. Das Mittelmeer und die literarische Moderne

07.Mai 2015

Franck Hofmann, Markus Messling

Edition: Kulturverlag Kadmos
ISBN: 3865992560

Die Autoren dieses Bandes reflektieren das Mittelmeer als zentralen Bezugspunkt des europäischen Bewusstseins im Moment einer radikalen Krise, die im Zeichen forcierter Modernisierungen, des Kolonialismus und der Kriege der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufbricht.

Als Vorbildkultur taugt ihnen die beschriebene Méditerranée nicht mehr, jedenfalls nicht ungebrochen, und auch nicht mehr als Zentrum einer globalisierten Weltgesellschaft. So verzeichnen sie ein letztes Mal das kulturelle Inventar des Mittelmeers und lösen sich, jeweils auf spezifische Art, von der Vorstellung einer im Süden als Norm zu gewinnenden Klassizität und Humanität. Doch auch wenn das mediterrane Erbe in der Moderne radikal in Frage gestellt und die kulturelle Geographie des Mittelmeers neu geordnet wird, bleibt der Bezug zum Süden doch Teil der Bestimmungen des Europäischen. Er lässt sich als Konfrontation der Autoren mit einem leeren Zentrum beschreiben, das nicht mehr die Hoffnung auf eine Ordnung des Maßes oder das Versprechen ursprünglicher Vitalität bereithält, ohne das aber ihre ästhetischen und anthropologischen Reflexionen nicht denkbar wären.

Wie über Europa nachdenken, wenn nicht aus dieser Verschiebung heraus? In der Kulturkrise Europas unserer Tage erscheinen die hier präsentierten Texte daher geradezu gegenwärtig.

Foto- und Textquelle: http://www.kulturverlag-kadmos.de/buch/leeres-zentrum.html.