Dr. rer. pol. Anne-Laure Garcia | Associated Researcher

Former Member
Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, D-10117 Berlin
Email: anne-laure.garcia  ( at )  tu-dresden.de Tel: 0351/463-37459

Home Institution : Technische Universität Dresden | Position : Wissenschaftliche Mitarbeiterin |

Biography

Deutsche- französische Promotion (Cotutelle) :

Anfang: Oktober 2007
Abgabe: Mai 2011

Titel : „Au croisement entre action publique et identité familiale. L’exemple des mères seules célibataires allemandes et françaises (1919-1998)“

Betreuung: Prof. T. Wobbe und Prof. M. Lallement

Verteidigung: 11. Juli 2011; Verleihung des Doktortitels der Conservatoire National des Arts et Métiers (mention sociologie) und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam (summa cum laude)


Lehrtätigkeiten

Seit 2009: Lehrstuhl Soziologie der Geschlechterverhältnisse, Universität Potsdam

WS 2008- 2009: Institut für Staatswissenschaften, Universität Erfurt

SS 2007: Hauptgymnasium Chevrollier, Angers, Frankreich (Sozial- und Wirtschaftswissenschaften)

SS 2006: Institut für Politikwissenschaften, FSU Jena



Forschungsaufenhalten

Seit WS 2007: Mitglied des Centre Marc Bloch (Deutsch-französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin)

Januar-August 2006: Forschungsaufenthalt im SFB580 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena




Studium und Abschlüsse

2006: Forschungsmaster “Actions et Espaces Publics en Europe“
Institut d’Etudes Politiques de Rennes, Universität Rennes 1

2005: Diplom des „Institut d´Etudes Politiques de Rennes“
Fachrichtung : Politik und Gesellschaft

2000: Baccalauréat „Sciences Economiques et Sociales“



Praktiken

September-Dezember 2006: Französisches Büro in Erfurt, Zweigstelle der französischen Botschaft in der Thüringer Staatskanzlei

August-September 2004: Conseil Général de Paris (Pariser Stadtrat)
Verfassung einer Bilanz der Sozialpolitik für alleinerziehende Mütter, Formulieren von Reformvorschlägen
 

Scholarship

2007- 2009: Promotionsstipendium des französischen Außenministerium


2006: DAAD-Forschungsstipendium


2005: Forschungsstipendium der „Ecole Nationale de la Santé Publique“ (Rennes)

 

Researchtopic

Soziologie der Geschlechterverhätnisse

Soziologie der Mutterschaft

Familienpolitik in Deutschland und Frankreich

Soziologie der Männlichkeit

Vergleichende Soziologie

Strukturale Analyse von Interviews

 

Title of thesis

„Au croisement entre action publique et identité familiale. L’exemple des mères seules célibataires allemandes et françaises (1919-1998)“

Summary of thesis

The dissertation deals with the possible connection between public action and the construction of family identity. The study draws upon the definition of the construction of a dual identity, i.e. as an external, prescriptive ascription of identity to the individual and as subjective self-identification. It examines (1) the public factors that may be instrumental in generating a normative and material framework robust enough to influence the thinking of social actors; and (2) the role of these actors in the development and transmission of family-related values and norms. The study focuses on single mothers in Germany and France. This comparison can be seen as an explorative study of explanatory models. First, I consider the various roles and influences affecting the single parent family – both rhetorical and ideological – and look at which of these has been attributed to the state. Here, I concentrate on the period between the end of the 19th century and 1945. Next I compare judicial rulings and public policies in the Federal Republic of Germany (FRG), the German Democratic Republic (GDR) and France between 1945 and 1998. These documents (such as constitutions, civil laws, maternity protection acts, etc) reveal the interest of the state in inter-family action. Finally, I provide a structural analysis of a series of interviews conducted with mothers from Pays de la Loire, Thuringia and Schleswig-Holstein which ultimately paves the way for the conceptualisation of a construct of family identity as it relates to public action.

Institution of thesis

Technische Unitersität Dresden

Supervisor

Prof. Dr Theresa Wobbe, Institut de sciences étatiques, Université de PotsdamProf. Dr Michel Lallement, Conservatoire National des Arts et Métiers

Projects

MÄNNLICHE DENK- UND WAHRNEHMUNGSMUSTER IN „FEMINISIERTEN MÄNNERBERUFEN“. EINE UNTERSUCHUNG AM BEISPIEL MÄNNLICHER ÄRZTE

In der industriegesellschaftlichen Moderne waren die Orientierungen an Erwerbsarbeit und beruflichen Erfolg männliche Denkmuster (Hanisch 2005: 353f.; Meuser 2007: 34f.): Bezahlte Arbeit und männliche Identität gehörten zusammen. Die Verschiebung von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft bringt eine Feminisierung der Erwerbsarbeit mit sich, die eng mit der Feminisierung des Bildungsbereiches verbunden ist. Diese strukturellen Wandlungen im Bildungsbereich und in der Erwerbsarbeit bedeuten u.a. die Auflösung männlicher Welten in der Berufswelt. Das Distinktionsmerkmal Berufsorientierung, worauf sich das männliche Selbstverständnis bisher stützte, ist dabei, sich in den postindustriellen Gesellschaften zu verändern. Da Frauen immer mehr zu einem festen Teil der Arbeitssphäre werden, ist die Berufswelt immer weniger eine homosoziale Angelegenheit (Meuser 2007: 37). Dies kann ihre sozialisatorische Rolle beim männlichen Erlernen der „ernsten Spiele des Wettbewerbs“ (Bourdieu 1997) modifizieren.

Das Interesse für die Thematik „Männer in feminisierten Männerberufen“ ist die Folge eines kritischen Blickes auf den Begriff der „Feminisierung“. Dieser Terminus, der ursprünglich ein Synonym für Effemination war, übergreift verschiedene soziale Tatsachen. In einer geschlechtersoziologischen Perspektive scheint mir der mit diesem Begriff im Hinblick auf die Berufswelt gemeinte Prozess, eine „Entmaskulinisierung“ zu sein. Mit anderen Worten: Männerberufe verlieren nach und nach ihre männliche „Aura“. Dabei unterscheide ich schon jetzt in einem ersten Stadium der Überlegung drei Kategorien der „Entmaskulinisierung“:
 Verweiblichung: ein Beruf wird „weiblich“. Die erwarteten Kompetenzen ändern sich so, dass sie mit dem gesellschaftlichen Glauben an Fraueneigenschaften übereinstimmen.
 Neutralisierung: ein Beruf wird „geschlechtslos“. Die erwarteten Kompetenzen bleiben ähnlich, sind aber nicht mehr mit einem Geschlecht verbunden.
 Geschlechtertrennung: innerhalb eines Berufes treten Geschlechtertrennungen auf, die vornehmlich durch Spezialisierungen und Aufgabenteilung in Erscheinung treten.

Infolge dieser Beobachtung wurde versucht, Untersuchungen zu diesem Thema zu finden. Dabei wurde festgestellt, dass diese soziale Tatsache bislang noch nicht wissenschaftlich beleuchtet wurde. Die Feminisierung wird meistens als ein quantitativer Begriff verstanden, und dabei wird der Blick auf den steigenden Frauenanteil – und nicht auf den Rückgang des Männeranteils – gelenkt. In den letzten Jahren sind darüber hinaus Forschungen über „Männer in Frauenberufen“ erschienen (u.a. Baar 2010, Buschmeyer 2013), die ein Pendant zu den Veröffentlichungen zum Thema „Frauen in Männerberufen“ (u.a. Wetterer 1992) darstellen. Die Feminisierung der Erwerbsarbeit ist also ein Strukturwandel, der zweifelsohne Veränderungen für die Konstruktion von Männlichkeit und die männliche Identität hat, die aber bis jetzt nicht empirisch untersucht worden ist (Meuser 2007: 42).

Das Eindringen weiblicher Arbeitskräfte in männliche Berufe bringt eine Infragestellung bzw. eine Umformung der bisher akzeptierten Sinngebung und Geschlechterordnung in diesen Berufen mit sich: Asymmetrie und Homologie sind keine vorgegebene Tatsachen mehr, auf die sich die subjektiven und kognitiven Strukturen der männlichen Akteure stützen können. An der Kreuzung zwischen der These Connells gegenwärtiger Herausbildung neuer Männlichkeitsformen (Connell 2000) und des Hysteresis-Effekts des bourdieuschen Habitusbegriffes, fokussiert sich mein Blick auf die Ebene der Wahrnehmungs- und Denkschemata einzelner männlicher Akteure, die in einem sich „entmaskulinisierenden“ Berufsfeld tätig sind.
Im Rahmen dieser Untersuchung werden analytische Werkzeuge Bourdieus herangezogen: der Zusammenhang zwischen der Struktur der Wahrnehmungs- und Denkmatrix der sozialen Akteurem (agent social) und dem gesellschaftlichen Kontext; die verinnerlichten Teilungs- und Bewertungsprinzipien im Habitus (Vision/Division); die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Sinnschichten sowie die symbolische Macht der Sprache. Diese analytische Werkzeuge werden für die empirische Untersuchung von männlichen Denkmustern in beruflichen Kontexten, in denen der heranwachsende Anteil der weiblichen Arbeitskräfte das Ende männlicher Distinktionsmittel zu bedeuten scheint, nützlich sein. Die Analyse nimmt u.a. die Berufskonstruktionen, das Verständnis der eigenen Erwerbsbiographie oder die Zuschreibung von Attributen und Kompetenzen in den Blick.

Für mein Untersuchungsvorhaben erscheint die Fokussierung auf die Berufsgruppe der „Ärzte“ besonders ergiebig. Der Arztberuf versinnbildlichte einst männliche Machtfiguren auf der lokalen Ebene, ähnlich dem Pfarrer und dem Bürgermeister und wird in der „Feminisierungsforschung“ bereits thematisiert (u.a. Vetter/ Buddeberg 2003, Zolesio 2013). Dank der Spezialisierung in Fachbereiche ermöglicht die Betrachtung des Arztberufes außerdem, Konstellationen der Verweiblichung (z.B. Pädiatrie), der Neutralisierung (z.B. Allgemeinmedizin) und der Geschlechterverschiebung (innerhalb der Bereiche selbst, z.B. durch Aufgabenverteilung) in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus finden sich auch männlich dominierte Fachbereiche (z.B. Chirurgie). Weiterhin liegen zu dieser Berufsgruppe historische und soziologische Untersuchungen vor, auf die ich mich stützen kann, um die Veränderungen hinsichtlich der Wahrnehmungen und Konstellationen von Geschlecht in diesen Berufen zu beschreiben (u.a. Brinkschulte 1993, Ziegeler 1993, Huerkamp 1996, Wetterer 2002, Budde 2003).

Für die empirische Untersuchung tendiere ich dazu, ein methodisches Verfahren zu nutzen, das ich bereits andernorts erfolgreich angewandt habe, um Denk- und Wahrnehmungsmuster umfassend zu analysieren: die strukturale Interviewauswertung (Garcia 2011, 2013 a, 2013 b). Dieses Vorgehen, das den Methoden der literaturwissenschaftlichen und linguistischen Textanalyse (u. a. Barthes 1966; Greimas 1966; Niel 1973) entstammt, versucht den sozialen Sinn eines Diskurses aufgrund seiner tiefen semantischen Struktur herauszuarbeiten. Um einen ersten Eindruck dieser Herangehensweise zu schaffen, scheint die Puzzle-Analogie einleuchtend (Piret/ Nizet/ Bourgeois 1996: 7). Um ein Bild ohne Vorbild herstellen zu können, muss man die zahlreichen Stücke miteinander vergleichen, sie aufgrund ihrer Farbe, ihrer Muster und/ oder ihrer Form einordnen. Nur solche systematischen Gegenüberstellungen ermöglichen die Nachbildung der unbekannten Darstellung. Die Annahme, dass der Diskurs aus ungeordneten Segmenten besteht, erklärt die Notwendigkeit der Neuordnung seiner Inhalte , um seinen tiefen Sinn zum Vorschein kommen zu lassen. Eine solche Analyse, die sich auf die Diskursstrukturen stützt, ist dafür geeignet, analytisch jene Vorstellungsstrukturen zu erreichen, die dem individuellen Bewusstsein entgehen. Der Vergleich der Einzelanalysen führt dann zur Typologiebildung.
Dieses Auswertungsverfahren ist im deutschsprachigen Raum wenig bekannt. Ihre Ziele ähneln denen der dokumentarischen Interviewanalyse: Relevanz der narrativen Anlegung der Interviews, Textsortendifferenzierung, Rekonstruktion des nicht immanenten Sinngehaltes, komparative Sequenzanalyse und Bildung von Typen (Nohl 2012, Bohnsack/ Nentwig-Gesemann/ Nohl 2013). Eine Entscheidung für die eine oder die andere Auswertungstechnik – bzw. für eine Kombination beider Verfahren – ist noch zu treffen. Dazu werde ich zunächst ein Interview anhand beider Methoden auswerten und die Vor- und Nachteile sowie die Ergebnisse vergleichen .

Erstes Auswahlkriterium der Interviewpartner ist die Zugehörigkeit zu einem statistisch als männlich, weiblich oder gemischt angesehenen Fachbereich. Hier wurden aus statistischen und inhaltliche Gründen die Chirurgie (Männeranteil: 81,97% in 2011 + Technizität), Pädiatrie (Männeranteil: 45,72% in 2011 + Bezug zu Kinder) und Innere Medizin (Männeranteil: 68,38% + allgemein) ausgewählt. Voraussetzung ist, dass die Interviewpartner in einem Krankenhaus oder einer Klinik arbeiten, damit sie von ihrer Arbeit in einer größeren Organisation erzählen können. Darüber hinaus wurde eine spezifische Festlegung des Alters der Befragten vorgenommen. Die Gruppe der 30- bis 45 Jährigen wurde hier ausgewählt, damit sie sowohl auf ihren Werdegang und ihre beruflichen Erfahrungen wie auch auf ihre Projekte in der Zukunft Bezug nehmen können. Darüber hinaus findet in diesem Alter oft die eigene Familiengründung statt, so dass die Themen Vaterschaft und Vereinbarkeit von Familien und Beruf angesprochen werden können.

ZITIERTE LITERATUR
Baar, R. (2010): Allein unter Frauen: Der berufliche Habitus männlicher Grundschullehrer. Wiesbaden.
Barthes, R. (1966): Introduction à l'analyse structurale des récits, in: Communications, 8:1-27.
Bohnsack, R.; Nentwig-Gesemann, I.; Nohl, A.-M. (2013): Die dokumentarische Methode und ihre Forschungspraxis. Wiesbaden.
Bourdieu, P. (1998): Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft. Frankfurt am Main.
Bourdieu, P. (1997): Die männliche Herrschaft. In: Dölling I./ Krais B (Hg.): Ein alltägliches Spiel. Geschlechterkonstruktion in der sozialen Praxis. Frankfurt am Main, 153-217.
Brinkschulte, E. (1993): Weibliche Ärtze: Die Durchsetzung des Berufsbildes in Deutschland. Berlin.
Budde, G. -F. (2003). Frauen der Intelligenz: Akademikerinnen in der DDR (1945 bis 1975). Göttingen.
Buschmeyer, A. (2013): Zwischen Vorbild und Verdacht: Wie Männer im Erzieherberuf ihre Männlichkeit konstruieren. Wiesbaden.
Connell, R. (2000): Der gemachte Mann. Männlichkeitskonstruktionen und Krise der Männlichkeit. Opladen.
Demazière, D.; Dubar, C. (2007): Analyser les entretiens biographiques: l’exemple des récits d’insertion, Laval (Québec).
Garcia A.-L. (2011) Au croisement entre action publique et identité familiale. L’exemple des mères seules célibataires allemandes et françaises (1919-1998). Dissertationsschrift für ein deutsch-französisches Promotionsverfahren (Universität Potsdam/ Conservatoire National des Arts et Métiers), verteidigt im Juli 2011.
Garcia A.-L. (2013 a) Mères seules. Action publique et identité familiale. Rennes.
Garcia A.-L. (2013 b, im Erscheinen) Staatliche Ordnung und familiale Identität. Eine Untersuchung über den Zusammenhang zwischen familienpolitischer Rahmung und individuellen Deutungsmustern, in: Sozialer Sinn.
Hanisch, E. (2005): Männlichkeiten. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wien/ Köln/ Weimar.
Huerkamp, C. (1996): Bildungsbürgerinnen. Göttingen.
Kanter, R. M. (1987): Some effects of proportions on group life: Skewed sex ratios and responses to token women. In: Deegan, M. J. / Hill, M.: Women and symbolic interaction. Boston, 277-301.
Meuser, M. (2007): Männlichkeit im Wandel der Geschlechterverhältnisse. Köln.
Meuser, M. (2010): Geschlecht und Männlichkeit: Soziologische Theorie und kulturelle Deutungsmuster. Wiesbaden.
Nohl, A.-M. (2012): Interview und dokumentarische Methode. Wiesbaden.
Piret, A.; Nizet, J.; Bourgeois, E. (1996): L'analyse structurale. Une méthode d'analyse de contenu pour les sciences humaines, Bruxelles.
Scholz, S. (2004): Männlichkeit erzählen. Lebensgeschichtliche Identitäten ostdeutscher Männer. Münster.
Vetter, K./ Buddeberg, C. (2003): Feminisierung in der Medizin. Interdisziplinäre Aspekte. Hamburg.
Wetterer, A. (1992): Profession und Geschlecht: Über die Marginalität von Frauen in hochqualifizierten Berufen. Frankfurt am Main.
Wetterer, A. (2002): Arbeitsteilung und Geschlechterkonstruktion: „Gender at work“ in theoretischer und historischer Perspektive. Konstanz.
Ziegeler, B. (1993): Weibliche Ärtze und Krankenkassen. Anfänge ärtzlicher Berufstätigkeit von Frauen in Berlin (1893-1935). Weinheim.
Zolesio, E. (2013): Chirurgiens au féminin? Des femmes dans un métier d'hommes. Rennes

Miscellaneous

Mitgliedschaften:
Assoziierte Forscherin im Centre Marc Bloch (Deutsch-französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin)
Assoziierte Forscherin im Laboratoire Interdisciplinaire pour la Sociologie Économique (Conservatoire National des Arts et Métiers, Paris)
Deutsche Gesellschaft für Soziologie
Association Française de Sociologie

Activities

PUBLIKATIONEN

2015
Maternité et enseignement. Négocations normatives entre deux "vocations féminines", In: Garcia/ Lantheaume/ Flitner (Hrsg.), Durer dans le métiers d'enseignant en France et en Allemagne (Im Erscheinen)

2013
"Staatliche Ordnung und familiale Identität. Eine Untersuchung über den Zusammenhang zwischen familienpolitischer Rahmung und individuellen Deutungsmustern", In: Sozialer Sinn (2), S. 253-276.
Mères seules. Action publique et identité familiale, Rennes: Presses Universitaires de Rennes.
Rezensionen:
- Thomé Cécile, « Anne-Laure Garcia, Mères seules. Action publique et identité familiale », Lectures, Les comptes rendus, 2013
(http://lectures.revues.org/12075)
- Dufresnes Martin, « Pères abandonnés COUAC », juillet-août 2013

2012
"Die französische Mutter: Eine nationale Angelegenheit mit Geschichte", In: Arbeitsbuch zum Weltgebetstag 2013 Frankreich, 2012, S. 12-17.
Rezension von: Bruno Béhouart/Philippe Steck, , Cahier d'histoire de la sécurité sociale, Nr. 6, 2012, Paris (http://lectures.revues.org/10037)
Au croisement entre action publique et identité familiale. L'exemple des mères seules célibataires allemandes et francaises (1919-1998), In: Genre et Histoire, http://genrehistoire.revues.org/1606

2011
«Au croisement entre action publique et identité familiale. L’exemple des mères seules célibataires allemandes et françaises (1919-1998)», Trajectoires, Nummer 5, 2011
Maternité, Mutterschaft, Mütterlichkeit: Familienpolitische Codierung im deutschen und französischen Kontext, in: Theresa Wobbe/ Isabelle Berrebi Hoffmann/ Michel Lallement (Hg.): Die gesellschaftliche Verortung des Geschlechts. Diskurse der Differenz in der deutschen und französischen Soziologie um 1900, Frankfurt am Main/New York: Campus (zusammen mit Theresa Wobbe).

2010
«La politique familiale est-allemande : une politique maternelle», Revue d´Allemagne et des Pays de langue allemande

2009
«Acte de déviance ou de patriotisme? Les filles-mères françaises et allemandes dans l’entre-deux-guerres», Revue Interrogations (www.revue-interrogations.org/article.php)


VORTRÄGE

Keynote Speech: "The Construction of single Mother Idenity in French and German State-orders", in: Workshop „Lone Parenthood in a Life Course Perspective“ (07.06.2014, Lausanne, Schweiz, www.lives-nccr.ch/en/actualite/lone-parenthood-increasingly-common-situation-concept-needs-be-redefined-n1128)

Männliche Diskurse über die Frauen in der Medizin, in: Expertengespräch „Frauen erobern die Medizin: Ein Strukturwandel im Gesundheitssystem – ein interdisziplinäres Gespräch über die Zukunft der Medizin“ (08.03.2014, Essen, Deutschland)

Typologisierungen der männlichen Ärzte durch Professoren in der Medizin im späten 19 Jhd., in: Forschungswerkstatt des Departments für Erziehunswissenschaft (19.02.2014, Potsdam, Deutschland)

La comparaison comme espace de pensée sociologique, in: Congrès de l'Association Française de Sociologie, Sektion „Méthodes“ (05.09.2013, Nantes, Frankreich)

Les interférences entre action publique et identité familiale, in: Congrès de l'Association Française de Sociologie, Sektion „Politiques sociales, protection sociale et solidarités“ (04.09.2013, Nantes, Frankreich)

Penser à la marge. Construction de l'identité des mères seules célibataires en France et en Allemagne, in: Colloque du CIERA „Le Même et l'Autre: La construction des identités à la marge en France et en Allemagne“ (21.06.2013, Paris, Frankreich)

Les mères seules célibataires: entre autonomie et entraide maternelle, in: Women in French Conference „Solitaires-Solidaires“ (12.05.2013, Leeds, England)

Penser les interférences entre action publique et construction des identités familiales. L'exemple des mères seules célibataires en France et en Allemagne (1919-1998), in: Forschungsseminar des LISE (21.02.2011, Paris, Frankreich)

Die staatliche Rahmung des Familienverhaltens denken. Das Beispiel der ledigen, allein erziehenden Mütter in Deutschland und Frankreich, in: Soziologisches Forschungskolloquium der Universität Potsdam (05.05.2010, Potsdam, Deutschland)

La socialisation étatique des comportements familiaux. L'exemple des mères seules célibataires en France et en Allemagne (1919-1998), in: Forschungsseminar des LISE (24.03.2010, Paris, Frankreich)

Socialisation politique des comportements familiaux: Réflexions sur l'influence normative des environnements idéologiques. L'exemple des mères célibataires en France et en Allemagne depuis 1919, in: Forschungsseminar des Centre Marc Bloch (26.01.2009, Berlin, Deutschland)

Barbara Vinken: Der Schatten der deutschen Mutter, in: Arbeitsgruppe „Genre, Geschlecht, Gender“ des Centre Marc Bloch (05.02.2008, Berlin, Deutschland)

Mères seules - Action publique et identité familiale

December 31, 2012

Anne-Laure Garcia

Edition: Presses Unviersitaires de Rennes
Collection: Des sociétés
ISBN: 978-2-7535-2661-7

Mères seules

Action publique et identité familiale

La maternité : affaire de famille ou affaire d’État ? Au carrefour de la sociologie de la famille, de la sociologie du droit, de la sociologie de l’action publique et de la sociologie historique, Anne-Laure Garcia met en lumière les croisements et les interactions entre action publique et identité familiale à partir du cas des mères seules célibataires en France et en Allemagne(s) au XXe siècle (Pays-de-la-Loire, Thuringe, Schleswig-Holstein).


Publications

Publikationen (Auswahl)

  • Garcia A.-L./ Lantheaume F. (2016): Durer dans le métier d'enseignant. Brussels: Academia. [In Vorbereitung]
  • Garcia A.-L. (2015): Solitudes maternelles, solidarités publiques et entraides privées. Les mères célibataires dans la France de la fin du vingtième siècle.
    In: Modern and Contemporary France
  • Garcia A.-L. (2015): Seichter S., Erziehung an der Mutterbrust. Eine kritische Kulturgeschichte des Stillens, Weinheim/ Basel: Beltz Juventa
  • Garcia A.-L. (2013): Staatliche Ordnung und familiale Identität. Eine Untersuchung über den Zusammenhang zwischen familienpolitischer Rahmung und individuellen Deutungsmustern. In: Sozialer Sinn, Nr. 2, 253-276.
  • Garcia A.-L. (2013): Mères seules. Action publique et identité familiale. Rennes: Presses Universitaires de Rennes.
  • Garcia A.-L. (2012): Die französischen Mütter: eine nationale Angelegenheit mit Geschichte. In: Weltgebetstag der Frauen: Ideen und Informationen. Arbeitsbuch zum Weltgebetstag 2013 in Frankreich, 12-17.
  • Garcia A.-L./ Wobbe T. (2011): Maternité, Mutterschaft, Mütterlichkeit: Familienpolitische Codierung im deutschen und französischen Kontext. In: Wobbe T./ Berrebi Hoffmann I./ Lallement M. (Hg.): Die gesellschaftliche Verortung des Geschlechts. Diskurse der Differenz in der deutschen und französischen Soziologie um 1900, Frankfurt am Main/New York: Campus, 114-141.
  • Garcia A.-L. (2010): La politique familiale est-allemande: une politique maternelle. In: Revue d’Allemagne et des Pays de langue allemande, Nr. 42, 89-100
  • Garcia A.-L. (2009): Acte de déviance ou de patriotisme? Les filles-mères françaises et allemandes dans l’entre-deux-guerres, In: Interrogations, Nr. 8