Paradoxa der Emanzipation

Kritisches Denken im Plural. Begriffliche Wege der Sozialforschung

Projektleitung: Bernardo Bianchi, Oliver Precht

Fördermittelgeber: Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH)

Partner: Universidade de São Paulo (USP), Centre Marc Bloch (CMB)

Laufzeit: 2022 (Juli)–2025(Juni)

Ausgehend von einer interdisziplinären Analyse der gegenwärtigen Krise der brasilianischen Demokratie und Gesellschaftsstruktur beschäftigt sich die AvH-Institutspartnerschaft mit den »Paradoxa der Emanzipation«. Anhand dieses Fallbeispiels zeigt sich, dass das komplexe Verhältnis zwischen Demokratie und Wissen nicht das sehr viel eindeutigere Verhältnis zwischen Autoritarismus und Fake News spiegelt. Während der Diskurs der radikalen Rechten auf einer bewussten Ablehnung einer wissensbasierten geteilten Öffentlichkeit basiert, kann sich die Verteidigung demokratischer Strukturen nicht auf eine bloße Affirmation der Unterscheidung zwischen Wissen und Nicht-Wissen berufen. Denn gerade diese Unterscheidung produziert Ausschlüsse und Hierarchien, die den Nährboden für postfaktische Diskurse abgeben.

Mitglieder: Jorge Chaloub (UFRJ), Bruna Coelho (CMB), Maria Luiza Cracel (USP), Thiago Dias (USP), Katia Genel (CMB/Paris 1), Edward Guetti (CMB/American University), Bénédicte Laumond (CMB/Université de Versailles), Benito Maeso (USP/UFPR), Maria Fernanda Novo (USP), Luís César Oliva (USP), Marianna Poyares (The New School), Homero Santiago (USP), Mariana Simoni (CMB/FU Berlin), Jefferson Viel (USP/UFU), Ayşe Yuva (CMB/Paris 1)

Crédit image: Représentation de la scène  du film "Terre en transe", de Glauber Rocha, (Difilm production, 1967) par la Companhia Teatro da Vertigem, 2013, Roberto Rezende, Roberto Áudio, João Attuy und Renato Caetano