(BMBF) Multiple Crises. Covid-19 and the Entanglements of Public Health, Security and Ecology in Europe

Staat, Recht und politischer Konflikt

Projektleitung: Judith Nora Hardt (CMB) 
Fördermittelgeber: BMBF
Laufzeit: 03.2021 – 02.2024

Neues deutsch-französisches BMBF-Projekt läuft an: „Multiple Crises. Covid-19 and the Entanglements of Public Health, Security and Ecology in Europe”

Ausgehend von der aktuellen Gesundheitskrise untersucht das Projekt „Multiple Crises – Krisen im Plural“ die Verschränkung und das Zusammenwirken unterschiedlicher Krisenphänomene, die im Kontext von Covid-19 wie in einer Art Brennglas erscheinen. Anhand der drei großen Themenbereiche Public Health, Sicherheit und Ökologie werden konkrete Wirkungszusammenhänge dieser als „Existenzkrisen“ wahrgenommenen Phänomene identifiziert und analysiert. Dabei stehen drei Untersuchungsebenen im Mittelpunkt: die Krisenwahrnehmungen der europäischen Gesellschaften (1), die Krisenanalysen wissenschaftlicher Expertinnen und Experten (2) sowie das Krisenhandeln politischer Institutionen und Entscheidungsträger (3). Aus einer interdisziplinären geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektive zielt das Projekt im Sinne einer „Problemgeschichte der Gegenwart“ auf kreative Anpassungspraktiken, Bewältigungsstrategien und Politiken von Gesellschaften und Institutionen auf der lokalen, nationalen und europäischen Ebene im globalen Kontext. Im deutsch-französischen Dialog werden kritische geistes- und sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die aktuellen Krisen und Bedrohungen entwickelt sowie deren historische und gesellschaftliche Dynamiken in Europa untersucht. Die Erforschung multipler Krisen und ihrer Wechselwirkungen soll in diesem Sinne ein besseres Verständnis für die Wahrnehmung, Analyse und Behandlung komplexer und verschränkter Krisenphänomene im zeitgenössischen Europa ermöglichen.