Publikationen


Ungleichheitskonflikte in Europa - Jenseits von Klasse und Nation

10.Dezember 2018

Nikola Tietze , Monika Eigmüller

Sozialforschung
Europa - Politik - Gesellschaft
Edition: Springer
Collection: Europa - Politik - Gesellschaft
ISBN: 978-3-658-22245-1

Im Fokus des Bandes stehen die Beziehungen zwischen Ungleichheitskonflikten und Europäisierungsprozessen. Wie und wann tragen Ungleichheitskonflikte zum Wandel europäischer Ordnungen bei? Inwieweit werden sie durch europäische Rechtsetzung, Staatstätigkeit oder ökonomische Regelungen produziert? Die Autorinnen und Autoren untersuchen in ihren Beiträgen nicht nur die Transformationen nationaler Ungleichheitsstrukturen und die Entstehung neuer, spezifisch europäischer Ungleichheiten. Vor allem gehen sie auch den Veränderungen der Situationsdeutungen und Problemwahrnehmungen in Bezug auf soziale Ungleichheiten im Kontext der Europäisierung nach. Damit zielen die Beiträge sowohl auf eine konfliktphänomenologische Erweiterung der Europasoziologie als auch auf eine konflikttheoretische Ergänzung historisch-soziologischer Europaforschung.



Die Banalität des Guten - Hilfeleistungen für judische Verfolgte, 1941 - 1945

10.Dezember 2018

Susanne Beer

Monographie

Edition: Metropol Verlag
ISBN: 978-3-86331-396-8

Schätzungen gehen davon aus, dass sich während des Zweiten Weltkriegs einige Zehntausend Deutsche dazu entschlossen, jüdische Verfolgte bei der Flucht vor den Deportationen zu unterstützen. Wie lässt sich die Entstehung dieser Form des Widerstands im Land der Täter erklären? Die vorliegende Untersuchung lädt dazu ein, Schritt für Schritt nachzuvollziehen, wie sich die Praxis der Hilfe entfaltete. Dabei wird deutlich, dass es mitunter recht banale Umstände waren, die den Prozess in Gang brachten. Zugleich treten Widersprüche im Verhalten der Helfenden zutage, die unsere Vorstellungen vom Wesen des Guten ins Wanken bringen.



Flucht als Handlungszusammenhang

28.November 2018

Nikola Tietze , Bettina Barboutie-Severin

Themenheft der Zeithistorischen Forschungen

Edition: Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 1612-6033


Jüdinnen und Juden in der Frankfurter Strafjustiz 1780-1814. Die Nicht-Einheit der jüdischen Geschichte

17.September 2018

Vera Kallenberg

Edition: Wallstein
ISBN: 9783835330863

Wie wurden Jüdinnen und Juden vor Gericht behandelt und welche Handlungsspielräume hatten sie?

Juden im frühneuzeitlichen Strafrecht sollten wie alle Untertanen in der hierarchisierten Ständegesellschaft behandelt werden. Gleichzeitig existierten diskriminierende Bestimmungen, die nur für Juden galten und ihnen einen Sonderstatus zuwiesen. Vera Kallenberg analysiert erstmals systematisch, wie sich dieser rechtliche Sonderstatus auf die Behandlung und Handlungsmöglichkeiten von jüdischen Frauen und Männern vor dem Strafgericht der christlichen Obrigkeiten auswirkte. Dies zeigt die Autorin am Beispiel der Reichsstadt Frankfurt am Main mit ihrem jüdischen Ghetto, der »Judengasse«, und vor dem Hintergrund der Umbrüche zwischen Spätaufklärung und dem Ende der napoleonischen Ära. Die Reformvorhaben in dieser Zeit zielten auf die staatsbürgerliche Gleichstellung der Juden sowie auf eine Reform der Strafjustiz und des Gerichtswesens. Wie die Autorin zeigt, erwies sich diese Übergangsphase aus der Perspektive der jüdischen Minderheit jedoch als äußerst ambivalent. Damit macht sie die Widersprüche und Ungleichzeitigkeiten sichtbar, die die jüdische Geschichte Frankfurts in diesem Zeitraum durchzogen.



Experimentalismus und Soziologie. Von der Krisen- zur Erfahrungswissenschaft.

07.September 2018

Tanja Bogusz

Edition: Campus
ISBN: ISBN 9783593509365

Die Soziologie muss ihre gesellschaftliche Funktion, ihre interdisziplinäre Anschlussfähigkeit und ihr Interventions spektrum im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen Transformations prozesse neu bestimmen. »Soziologischer Experimentalismus«, verstanden als eine Umstellung des Faches von der Krisen- zur Erfahrungswissenschaft ist eine Antwort auf diese Heraus forderung.  Experiment und Erfahrung gehören zusammen. Als Erfahrungswissenschaft wird Soziologie damit zu einer Praxis, die Erfahrungen nicht nur beobachtet, sondern zur Voraussetzung jeder Art von Erkenntnis macht. Die Zukunft des soziologischen Experimentalismus liegt folglich in der Aufgabe, attraktive Laboratorien für entsprechende Kooperationen zwischen Wissenschaft und  Gesellschaft dauerhaft bereit zu stellen.



Historicizing transcultural psychiatry

01.September 2018

Emmanuel Delille , Ivan Crozier

Edition: SAGE journals
Collection: History of Psychiatry

History of Psychiatry, September 2018: "Historicizing Transcultural Psychiatry".
Emmanuel Delille & Ivan Crozier ed. 
 
Introduction:
Historicizing transcultural psychiatry: people, epistemic objects,
networks, and practices

Emmanuel Delille and Ivan Crozier
 
Articles:
Race, alcohol and general paralysis: Emil Kraepelin’s comparative psychiatry
and his trips to Java (1904) and North America (1925)

Eric J Engstrom and Ivan Crozier
Eric Wittkower and the foundation of Montréal’s Transcultural
Psychiatry Research Unit after World War II

Emmanuel Delille
Culture and psychism: the ethnopsychoanalysis of Georges Devereux
Alessandra Cerea
The politics and practice of Thomas Adeoye Lambo: towards a
post-colonial history of transcultural psychiatry

Matthew M Heaton
Evaluating the Aboriginal child’s mind: assimilation and cross-cultural
psychology in Australia

David Robertson
Henri Collomb and the emergence of a psychiatry open to otherness
through interdisciplinary dialogue in post-independence Dakar

René Collignon
 
Classic Text No. 115
`Mental diseases peculiar to certain cultures: a survey of comparative
psychiatry'
, by Pow Meng Yap (1951); with an Introduction by Ivan Crozier
 


Den Kalten Krieg vermessen

01.Juni 2018

Emmanuel Droit , Reichherzer, Frank / Hansen, Jan

Edition: DE GRUYTER OLDENBOURG
ISBN: 978-3-11-048419-9

Ein neuer Blick auf den „Kalten Krieg"

Das Schlagwort „Kalter Krieg" prägte wie kein zweites die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. In diesem Band verstehen die Autoren den „Kalten Krieg" als Manifestation einer die Moderne prägenden Vorstellung von Ordnung, die sich aus der radikal-binären Logik des Entweder-Oder speißte. Bipolarität und binäres Denken schrieben sich als handlungsleitende Paradigmen in nahezu alle Bereiche der Gesellschaft ein. Sie waren aber niemals total – höchstens in ihrem Anspruch.

Die Essays dieses Bandes skizzieren die Handlungsspielräume in der Ordnung des „Kalten Krieges". Sie unteruchen Irritationen, Reibungen, und Widersprüchen im Ordnungssystem. Sie Fragen nach den Paradoxien, nach den Gleichzeigkeiten des Ungleichzeitigen und auch nach den Ungleichzeitigkeiten des Gleichzeitigen. Sie loten die Reichweite des „Kalten Krieges" aus und erkunden seine Grenzen. Sie spühren Nieschen auf, in die der „Kalte Krieg" nicht eindrang. Schließlich begeben sie sich auf die Suche nach alterntiven Entwürfe, um so zu einer neuen Sicht auf die Zeit nach 1945 und das 20. Jahrhundert beizutragen. Im Kaleidoskop der Beiträge entsteht so eine Bild des „Kalten Krieges" – ein Bild nicht nur in schwarz-weiß, sondern vor allem auch in bunt.



La fragilité du souci des autres

01.April 2018

Estelle Ferrarese

Edition: ENS ÉDITIONS
Collection: Perspectives du care
ISBN: 978-2-84788-997-0

Ce livre renouvelle et acère la théorie critique par le féminisme. Il interroge la philosophie sociale de Theodor W. Adorno et propose de penser, au moyen des théories du care, la question de la fragilité sociale du souci des autres. Comment le geste moral émerge-t-il dans notre forme de vie capitaliste sous-tendue par une indifférence généralisée? Quelles en sont les conditions sociales ? Son hypothèse est que le capitalisme compartimente l’attention à autrui, limite son possible développement en l’assignant aux femmes, dans des domaines et pour des tâches toujours spécifiques. Comment appréhender le contenu moral du care effectivement mis en actes, dès lors qu’il se révèle être le produit d’une distribution genrée des dispositions morales, celle-ci étant une condition de possibilité du marché?


Au prisme de la consommation (Hommes & Migrations)

15.Januar 2018

Virginie Silhouette-Dercourt , Maren Möhring

Edition: Musée national de l'histoire de la migration
Collection: Hommes & Migrations - 1320

Dans le cadre d'une comparaison entre l'Allemagne et la France, la revue explore les consommation des migrants dans les domaines alimentaires et des soins du corps notamment et analyse le sens que ces pratiquent revêtent. Ce thème est abordé également par le prisme de l'offre commerciale et de l'entrepreneuriat qui se spécialisent sur des produits consommés par les migrants, leurs enfants et par la société d'accueil plus largement.



An-Institut

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin