PD Dr. Nikola Tietze | Forscherin Fellow

Mobilität, Migration und räumliche Neuordnung
Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, D-10117 Berlin
E-Mail: Nikola.Tietze  ( at )  wiku-hamburg.de Tel: +49(0) 30 / 20 93 70700

Mutterinstitut : Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur | Position : Wissenschaftlerin | Fachbereich : Soziologie |

Biographie

Akademische Ausbildung und beruflicher Werdegang von Nikola Tietze bewegen sich zwischen Deutschland und Frankreich hin und her. Während ihres Studiums der Politikwissenschaft an der Freien Universität (Berlin) hat sie zwei Semester in Sciences Po Paris verbracht. Promoviert hat sie an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS, Paris) im Centre d’analyse et d’intervention sociologiques (Cadis). Dank eines Stipendiums des Ministère de l’Education Nationale, de la Recherche et de la Technologie am Centre Marc Bloch (1994-1998) konnte sie ihre Dissertation im Rahmen einer deutsch-französischen co-tutelle mit der Universität Marburg 1999 verteidigen. Von 2000-2015 hat sie am Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) gearbeitet. Dort bestand ein Teil ihrer Tätigkeit darin, den deutsch-französischen Austausch von geschichts- und sozialwissenschaftlichen Arbeiten durch workshops und Übersetzungen zu fördern. 2013 hat sie an der Universität Hamburg habilitiert mit einer Arbeit über das Verhältnis zwischen europäischen Kategorien der action publique und den transnationalen Gemeinschaftsimaginationen der Nachkommen deutscher und französischer Arbeitsmigranten. Seit 2015 werden ihre Forschungsarbeiten hinsichtlich des Zugangs zu sozialen Rechten in der Europäischen Union und damit verbundenen Konflikten in Deutschland oder Frankreich von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur finanziert. Gegenwärtig ist sie assoziierte Wissenschaftlerin am Laboratoire interdisciplinaire pour la sociologie économique (Lise, Cnam-Paris).

Lebenslauf als Datei
(cotutelle)
Titel der Dissertation

Islam: ein Subjektivierungsmodus in der Moderne. Formen muslimischer Religiosität bei jungen Männern in städtischen Randgebieten in Frankreich und Deutschland

Institution der Dissertation

EHESS

Betreuer

Farhad Khosrokhavar / Dirk Kaesler

Projekte

Zugang zu sozialen Rechten in Deutschland und Frankreich : Ungleichheiten und Diskriminierungen, Geschlecht und Migration im jeux d’échelles des europäischen Raums“ (ACCESS Plus) (ANR-DFG-Projekt mit Monika Eigmüller (Universität Flensburg) und Olivier Giraud (Lise, Cnam-Paris))

„Das Regieren internationaler Mobilität. Internationales Regierungswissen, Europäische Arbeitnehmerfreizügigkeit verwalten, die politischen Instrumente des öffentlichen Handelns und die gesellschaftlichen Realitäten der Arbeitsmobilität“ (gefördert von der DFH und dem Ciera) (zusammen mit Karim Fertikh (Université de Strasbourg), Antoine Vauchez (CNRS, Université de Paris 1), Sebastian Büttner (Universität Erlangen), Monika Eigmüller (Europa-Universität Flensburg), Anuscheh Farahat (Universität Erlangen)). Beschreibung: Grenzüberschreitende Mobilität aus politischen, religiösen oder auch wirtschaftlichen Gründen charakterisiert den europäischen Kontinent seit Jahrhunderten. Anliegen unserer Gruppe ist, die Arbeitsmobilität und dessen Regieren in Europa nach 1945 zu untersuchen. Wie schon Paul-André Rosental gezeigt hat, kommt es im 20. Jahrhundert zunächst zu zwischenstaatlichen Verträgen, die die Arbeitsmobilität regulieren. Nach 1945 werden zunächst auf der Basis von multilateralen Abkommen und später im Rahmen internationaler Organisationen, wie der internationale Arbeitsorganisation (ILO) und der europäischen Gemeinschaften (CECA und EWG) internationale Instrumente zur Regulierung dieser Mobilität entwickelt. Eine der Dimensionen dieser Regulierung ist die Etablierung einer Doktrin der „Freizügigkeit“ und zugleich die Herausbildung einer Koordination der Sozialstaaten. Beides führt zu Brüchen in der (formal) staatlichen Kontrolle internationaler Mobilität und vor allem in der territorialen Konzeption von Sozialstaatlichkeit. In dieser Hinsicht stellen die Jahre zwischen 1940 und 1950 einen Wendepunkt für die rechtlichen Doktrinen und Verwaltungspraxis dar. Seither entwickelt sich das, was man als „Personalisierung“ oder „Deterritorialisierung“ sozialer Rechte bezeichnet hat.

„One for all- all for one“? Caring and providing for others in Europe”. A Handbook on Doing Welfare in Europe (zusammen mit Heike Wieters (Humboldt Universität zu Berlin

„Konfliktbearbeitung in Europa. Arbeitsgruppe“: Soziale Sicherheit und Migration gehören in Europa zu den Kernthemen politischer, sozialer wie auch rechtlicher Konflikte. Nicht erst seit Gründung der der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1957, sondern schon im Zuge der Industrialisierung und Konsolidierung der europäischen Nationalstaaten haben Konflikte über sozialpolitische Fragen und Migrationskontrolle sowie -verwaltung auf der innereuropäischen und internationalen Bühne Prozesse angestoßen, durch die Problemstellungen definiert worden sind, Wissen produziert und Recht gesetzt worden ist wie auch Regelungen und Kategorisierungen festgelegt worden sind. Diese Prozesse bringen zugleich Streit über politische Verantwortung, Institutionalisierung von Problemlösungen und Konfliktbearbeitung wie auch über Solidaritätsvorstellungen hervor. Die Konflikte in Bezug auf soziale Sicherheit und Migration üben also einerseits Einfluss auf Europäisierungsdynamiken, Politisierungsprozesse und Solidaritätsvorstellungen aus. Andererseits bestimmen das jeweilige Verständnis von Solidarität, die Modalitäten der Politikgestaltung und Europäisierungsprozesse die Art und Weise, wie Problemstellungen und Konflikte bearbeitet werden. Auf der Basis der Beobachtung dieses interaktiven Verhältnisses zwischen Konflikten und politischen, rechtlichen oder auch institutionellen Entwicklungen richtet die Arbeitsgruppe „Konfliktbearbeitung in Europa“ ihren Fokus auf Rechtsstreitigkeiten wie auch gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen, die in einem thematischen Zusammenhang mit sozialer Sicherheit und Migration stehen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe fragen nach den Akteuren (Interessens- und Berufsgruppen, Regierungsvertreter_innen, Sachverständige, Wissenschaftler_innen etc.), den Strukturen (Arbeitsmärkte, Sozialversicherungssysteme, Wirtschaftssektoren, nationalstaatliche Ordnungen etc.) und nach den institutionellen Kontinuitäten sowie Diskontinuitäten (Kompetenzverteilungen, staatsbürgerliche Regime, territoriale Grenzen etc.), die in der konfliktiven Ausarbeitung von Gesetzen sowie Verwaltungsregeln, in der umkämpften Produktion von Wissen sowie Expertise und in der umstrittenen Definition von Solidarität zur Geltung kommen. Unter rechts- und politikwissenschaftlichen wie auch soziologischen und geschichtswissenschaftlichen Gesichtspunkten und Fragestellungen untersuchen sie die Interaktionen und Prozesse, die die Konflikte über soziale Sicherheit und Migration charakterisieren: Wer hat Zugang zu den etablierten Konfliktarenen und wer nicht? Wie werden die Konflikte bearbeitet? Welche institutionalisierten Verfahren der Konfliktbearbeitung setzen sich durch? Wo auf der Grundlegen welchen autoritativen Wissens werden Entscheidung gefällt?

Das Verhältnis von Konflikt und Ordnung unter den Bedingungen von Europäisierungsprozessen. Zugang zu sozialen Rechten und Gleichbehandlung im Geflecht der Rechtsordnungen. Zugang zu sozialen Rechten und Gleichbehandlung im Geflecht lokaler, nationaler un

Definition und Umsetzung des Zugangs zu sozialen Rechten und des Anspruch auf Gleichbehandlungen sind seit der Gründung der EWG mit Konflikten verbunden. Solche Konflikte stehen im Mittelpunkt meines Forschungsprojekts. Es geht zum einen darum, die Prozesse zu analysieren, die Konfliktgeschehen europäisieren (oder nicht europäisieren). Zum anderen will das Forschungsprojekt, die Handlungsbedingungen herausarbeiten, unter denen im europäischen Rechtsraum (Bogdandy) soziale Rechte und Gleichbehandlungen eingeklagt werden. Im Fokus der empirischen Untersuchung stehen Konflikte in dem Zeitraum, der mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beginnt und bis in die Gegenwart reicht. In vergleichender deutsch-französischer Perspektive und mithilfe qualitativer Methoden (Textanalyse, Beobachtung, Interviews) sollen Konflikte mit drei inhaltlichen Stoßrichtungen in den Blick genommen werden: (a) solche, in denen über den Zugang zu beitragsunabhängigen Sozialleistungen und über die Öffnung sozialer Rechte für Migranten gestritten wird, (b) solche, in denen Antidiskriminierungsmaßnahmen verhandelt werden, und (c) solche, in denen kollektive Rechte in europäisierten Arbeitsbeziehungen in Anschlag gebracht werden.

Der Zugang zu sozialen Rechten und der Anspruch auf Gleichbehandlungen sind grundlegende Rechtsnormen sowohl des Vertragswerks der Europäischen Gemeinschaften und der Europäischen Union (EG/UE) als auch der Verfassungen der Mitgliedstaaten, wie etwa Frankreichs und Deutschlands. Die Ausgestaltung und Umsetzung dieser Normen führen jedoch seit der Gründung der Montanunion 1951 zu Konflikten. Jene resultieren maßgeblich aus den Spannungen wie auch Widersprüchen zwischen den Rationalitäten der nationalen Arbeits- sowie Sozialordnungen und denen, die auf der europäischen Ebene durch Recht, Institutionen und Kategorisierungen ausgebildet werden.

Im Mittelpunkt meines Forschungsprojekts stehen Konflikte, in denen über den Zugang zu sozialen Rechten und über den Anspruch auf Gleichbehandlung gestritten wird und zugleich europäisches Recht, europäische Institutionen und Kategorien thematisiert werden. Es geht zum einen darum, die Prozesse zu analysieren, die Konfliktgeschehen europäisieren (oder nicht europäisieren). Zum anderen will das Forschungsprojekt, die Handlungsbedingungen herausarbeiten, unter denen im europäischen Rechtsraum (Bogdandy) soziale Rechte und Gleichbehandlungen eingeklagt werden.

Im Fokus der empirischen Untersuchung stehen Konflikte in dem Zeitraum, der mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beginnt und bis in die Gegenwart reicht. Es geht also um Konflikte, die im Kontext der Verrechtlichung und Institutionalisierung von Europäisierungsprozessen stehen und historisch gesehen im Zusammenhang mit transnationalem Austausch und Transfer seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zu betrachten sind. In vergleichender deutsch-französischer Perspektive und mithilfe qualitativer Methoden (Textanalyse, Beobachtung, Interviews) sollen Konflikte mit drei inhaltlichen Stoßrichtungen in den Blick genommen werden: (a) solche, in denen über den Zugang zu beitragsunabhängigen Sozialleistungen und über die Öffnung sozialer Rechte für Migranten gestritten wird, (b) solche, in denen Antidiskriminierungsmaßnahmen verhandelt werden, und (c) solche, in denen kollektive Rechte in europäisierten Arbeitsbeziehungen in Anschlag gebracht werden.

Zwei Fragestellungen strukturieren meine Forschungsarbeit:

  1. Verändern Europäisierungsprozesse Konflikte über den Zugang zu sozialen Rechten und zu Gleichbehandlung? Und wenn ja, wie?
  2. Üben solche Konflikte einen Einfluss auf die Europäisierungsprozesse aus?

Anhand der doppelten Fragestellung soll herausgearbeitet werden, wie in den einzelnen Konfliktgeschehen Anspruchsberechtigung und Gleichheit definiert bzw. interpretiert wird und wie im Laufe des Konfliktprozesses und im europäischen Geflecht der rechtlichen und politischen Ebenen Bedeutungen und Sinn produziert, verändert oder auch aufgegeben werden.

Insgesamt will das Projekt, das sowohl auf Ansätzen der politischen Soziologie und der Rechtssoziologie als auch auf Ergebnissen der Sozialpolitik- und Migrationsforschung aufbaut, einen Beitrag zur Erforschung von Handlungsfähigkeit (capability im Sinne von John Dewey) im europäischen Raum leisten. Indem die Voraussetzungen des Zugangs zu sozialen Rechten und Gleichbehandlung im europäischen Rechtsraum untersucht werden, zielt das Projekt zum einen auf Erkenntnisgewinne in europasoziologischen Problemstellungen. Zum anderen schlage ich eine pragamtistische – die Interaktionen und Prozesse berücksichtigende – Analyse des Wandels vor, den die citoyenneté im transnationalen europäischen Raum erfährt.

Migrations en temps de crise du covid-19 – Quels effets et quelles conséquences pour l’action publique et sociale ?

Un groupe de travail du pôle de recherche « Mobilités, Migrations et Recomposition des espaces »

Face à la crise du covid-19, les pouvoirs publics comme d’autres agents dans les domaines sanitaire et social (par exemple les professionnels de l’action sociale et du soin, les fédérations caritatives, les associations de quartiers, les ONG) – ont été profondément ébranlés dans leur travail et leurs routines de régulation, d’administration et de care. Les réactions politiques à la pandémie évoluent avec le temps et varient en fonction des régimes étatiques, des structures de l’Etat social et des mesures sanitaires mises en place contre la propagation du virus et des partenariats locaux. Au Maroc, où un confinement généralisé, assuré par l’armée a été instauré pour plus de trois mois, l’Etat a été contraint à offrir des services sociaux à des groupes vulnérables peu ou pas pris en compte par les autorités publiques auparavant, dont les migrant.es vivant dans des campements ou sans-abris. En France, des réfugié.es et des sans-papiers, d’abord chassé.es de leurs bidonvilles vers les bords des autoroutes ou des friches urbaines, ont été en partie ensuite logé.es dans des hôtels réquisitionnés par les préfets ou les maires. Comme on a pu voir à certaines réactions aux vagues d’infections dans des abattoirs en Allemagne qui emploient un grand nombre de travailleur.es détaché.es, la pandémie met à la fois en cause les déficits, voire l’absence, de la protection sociale de ces derniers et en doute les régulations européennes du « travail en détachement » et de la coordination de la sécurité sociale en situation de mobilité intra-européenne. Par ailleurs, la crise du covid-19 met en lumière, notamment à travers les différentes situations des migrant.es, la prééminence et le poids des logiques de marché dans la définition des politiques sanitaires et sociales. Enfin, nous observons, dans plusieurs pays, la mise-en-œuvre de nouvelles formes de solidarités, mais aussi des changements dans le travail des professionnels de l’action sociale et du soin envers les migrant.es et autres personnes vulnérables, telles que des redéfinitions de catégories administratives et/ou d’instruments de l’action publique et d’intervention sociale.

 

Le groupe de travail « migrations en temps de crise du covid-19 – Quelles effets et conséquences pour l’action publique et sociale ? » est un espace d’échanges et de réflexion sous forme de rencontres régulières et de journées d’étude. Nos objectifs sont les suivants :

 

  • Rassembler des observations et des descriptions à la fois des situations des migrant.es et de la gestion politique et sociale de ces situations dans différents pays durant la pandémie et constituer ainsi des archives pour des recherches ultérieures.
  • Réfléchir sur les transformations à court et long terme que cette crise a provoquées, aussi bien pour les politiques migratoires et sociales et le droit que pour l’action publique et l’intervention sociale. S’intéresser aux transformations des modalités et des pratiques d’intervention.
  • Comparer la crise du covid-19 à d’autres crises politiques, étatiques, sanitaires, sociales et économiques, notamment dans une perspective de l’histoire des migrations, de l’action sociale et de la recomposition de frontières spatiales, des rapports de pouvoir et des asymétries dans la reconfiguration des frontières.
  • Envisager des questions de méthodologie sur la relation entre évènements et transformations longues par exemple.

37 | 2020 Revue d'histoire des sciences humaines. "Nommer les savoirs"

30.September 2020

Guillaume Mouralis , Martin Herrnstadt , Léa Renard , Serge Reubi , Nikola Tietze

Artikel
Revue d'histoire des sciences humaines
Edition: Éditions de la Sorbonne
Collection: Revue d'histoire des sciences humaines
ISBN: 979-10-351-0593-8

Les noms des savoirs sont souvent des boîtes noires que l’on manipule avec ingénuité. Pourtant, qu’ils forgent de nouveaux intitulés pour leurs pratiques savantes ou reprennent des dénominations existantes, les savants eux-mêmes y prêtent une grande attention. Étudier la façon dont on nomme et regroupe les savoirs permet de travailler sur leur émergence, les conditions de leur succès, leurs resémantisations invisibles ou les controverses qui les ont traversés. La dénomination et l’agrégation des savoirs sont indissociables de partitions, de découpages et de distinctions. À travers l’analyse des différentes épithètes feuilletant la « géographie » dans la France des xixe-xxe siècles, on met par exemple au jour une histoire beaucoup moins unitaire que ne le voudraient les représentations autochtones. Souvent transnationaux, les cas étudiés témoignent des appropriations variées d’un même terme comme « enquête », « ethnopsychiatrie » ou le diptyque philologie/linguistique. Enfin, en s’arrêtant sur « behavioral sciences », « moral sciences », « Geisteswissenschaften » ou « sciences humaines » c’est l’objet même de la Revue d’histoire des sciences humaines qui se trouve interrogé.


Ungleichheitskonflikte in Europa - Jenseits von Klasse und Nation

10.Dezember 2018

Nikola Tietze , Monika Eigmüller

Sozialforschung
Europa - Politik - Gesellschaft
Edition: Springer
Collection: Europa - Politik - Gesellschaft
ISBN: 978-3-658-22245-1

Im Fokus des Bandes stehen die Beziehungen zwischen Ungleichheitskonflikten und Europäisierungsprozessen. Wie und wann tragen Ungleichheitskonflikte zum Wandel europäischer Ordnungen bei? Inwieweit werden sie durch europäische Rechtsetzung, Staatstätigkeit oder ökonomische Regelungen produziert? Die Autorinnen und Autoren untersuchen in ihren Beiträgen nicht nur die Transformationen nationaler Ungleichheitsstrukturen und die Entstehung neuer, spezifisch europäischer Ungleichheiten. Vor allem gehen sie auch den Veränderungen der Situationsdeutungen und Problemwahrnehmungen in Bezug auf soziale Ungleichheiten im Kontext der Europäisierung nach. Damit zielen die Beiträge sowohl auf eine konfliktphänomenologische Erweiterung der Europasoziologie als auch auf eine konflikttheoretische Ergänzung historisch-soziologischer Europaforschung.


Flucht als Handlungszusammenhang

28.November 2018

Nikola Tietze , Bettina Barboutie-Severin

Themenheft der Zeithistorischen Forschungen

Edition: Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 1612-6033

Publikationen

The scalar arrangements of three European public health systems facing the COVID-19 pandemic: Comparing France, Germany, and Italy. In: Culture, Practice & Europeanization 2021 6(1), p. 89-111 (with Olivier Giraud, Tania Toffanin & Camille Noûs)

Un « modèle » pour la LPR ? Le système d’enseignement supérieur et la recherche en Allemagne, Revue d’histoire des sciences humaines 37 | 2020, p. 261-274, [en ligne : https://journals.openedition.org/rhsh/5431#quotation] (avec Guillaume Mouralis et Camille Noûs)

Un test à l'échelle mondiale. Solidarités territoriales dans la crise sanitaire. In : Dossier. Les visages de la pandémie, La Vie des idées, 3 juillet 2020. https://laviedesidees.fr/Un-test-a-l-echelle-mondiale.html (avec Olivier Giraud et Camille Noûs)

L'Europe sanitaire et sociale à l'épreuve du virus. Grenoble: PUG (le virus de la recherche), juin 2020 (avec Olivier Giraud et Camille Noûs)

Flucht als Handlungszusammenhang. Themenheft, Zeithistorische Forschungen,2018 15(3).(avec Bettina Barboutie-Severin) www.zeithistorische-forschungen.de

Legal Imagination am Europäischen Gerichtshof: Erzählungen europäischer Richter über Gleichbehandlung und Kategorisierungen des Sozialen. In: Karim Fertikh, Heike Wieters, Benedikt Zimmermann (dir.): Von der Harmonisierung zur Koordination. Sozialpolitische Kategorien in Europa. Frankfurt a. M.: Campus-Verlag, 2018, p. 323-350

Imaginierte Gemeinschaft. Zugehörigkeiten und Kritik in der europäischen Einwanderungsgesellschaft. Hamburg : Hamburger Edition, 2012

Publikationen als PDF