15.Dezember 2016

Catherine Gousseff , Rita Aldenhoff-Hübinger, Thomas Serrier

Edition: Wallstein Verlag
Collection: Phantomgrenzen im östlichen Europa (hg. von Béatrice von Hirschhausen, Hannes Grandits, Claudia Kraft, Dietmar Müller und Thomas Serrier); Bd. 5
ISBN: 978-3-8353-1954-7

Über Logiken und Kontexte des Rückgriffs auf reale oder vermeintliche europäische Scheidelinien mit Nord-Süd-Verlauf.

Sowohl der Ribbentrop-Molotow-Pakt mit seinem berüchtigten vertikalen Federstrich quer über die Karte Europas als auch die Beschlüsse der Jalta-Konferenz spalteten den Kontinent nach der »Senkrechten«. Auch zwanzig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs bleiben die West-Ost-Orientierung des europäischen Kontinents und die sie visualisierenden vertikalen Scheidelinien ein Wesensmerkmal der »Grenzen und Gliederung Europas« (Oskar Halecki). Es sind insbesondere die Flüsse mit ihrem partiellen, aber oft eben auch nur vermeintlichen Süd-Nord-Lauf, die auf der gesamteuropäischen mental map eine bemerkenswerte Rolle spielen.
Aus dem Inhalt:
Benjamin Schenk: Lemberg und Wolff revisited. Zur Entstehung und Struktur des Konzepts »Osteuropa« seit dem späten 18. Jahrhundert
Beata Halicka: Flüsse als »natürliche Grenzen« - das Erbe des europäischen Nationalismus am Beispiel Rhein, Oder und Weichsel
Catherine Gousseff: Vom Krieg erzwungen oder historisch gewachsen? Die Bug-San-Linie als vertikale Scheidelinie im östlichen Europa
Jarosław Janczak: Politische Verwerfungslinien als Phantomgrenzen in der Europäischen Union. Eine Neubetrachtung des Ost-West-Gegensatzes



10.November 2016

Leyla Dakhli

Edition: seuil
Collection: sciences humaines
ISBN: EAN 9782757861981

L’histoire contemporaine du Moyen-Orient, loin de se résumer à des affrontements géopolitiques et des découpages territoriaux, s’écrit à partir du dernier tiers du xixe siècle au fil des réformes, des inventions et des révolutions.

À travers les contributions de douze auteurs proposant, à partir de leurs spécialités, des forages à l’intérieur des sociétés du Moyen-Orient entre la fin du xixe siècle et les années 1980, nous faisons le pari d’écrire une synthèse qui ne soit pas une somme. Les femmes, les migrations, les minorités, les citadinités, la modernisation ou encore l’âge des révolutions : autant d’objets d’histoire sociale dans leur forme la plus ouverte, d’emblée politique, en ce qu’ils interrogent ce qui est affecté par le politique et ce qui, dans le monde social, affecte le politique. Autant de questions pour aujourd’hui.

Espérons que ces voix multiples fassent apparaître un Moyen-Orient à la fois plus complexe et plus normal qu’il n’y paraît, où ni la guerre ni la dictature ne sont une fatalité.

Leyla Dakhli

Chercheuse au CNRS, elle s’intéresse à l’histoire intellectuelle et sociale du monde arabe contemporain. Elle a récemment publié Histoire du Proche-Orient contemporain (La Découverte, 2015).

Avec les contributions de : Emma Aubin-Boltanski, Philippe Bournaud, Elena Chiti, Angelos Dalachanis, Leyla Dakhli, Edhem Eldem, Azadeh Kian, Vincent Lemire, Noémie Lévy-Asku, Philippe Pétriat, Matthieu Rey, Mehdi Sakatni, Emmanuel Szurek.



07.November 2016

Sabine Rudischhauser

Edition: Böhlau Verlag
Collection: Industrielle Welt. Schriftenreihe des Arbeitskreises für moderne Sozialgeschichte
ISBN: 978-3-412-50536-3

Geregelte Verhältnisse im Gewerbe zu schaffen, war das Ziel von Arbeitern und Arbeitgebern, die in kollektiven Verhandlungen Arbeitsbedingungen festlegten. Was wussten Sozialreformer und Juristen von der Tarifpraxis und wie wollten sie diese für sie neue Praxis in die geltende Rechtsordnung einfügen? Wieweit konnten die selbst an Tarifverträgen Beteiligten auf die Konstruktion des Tarifrechts Einfluss nehmen? Anschaulich stellt die Autorin dar, wie Tarifverträge ausgehandelt und durchgesetzt, statistisch erfasst und wissenschaftlich bearbeitet, weiterentwickelt und institutionalisiert wurden. Der vergleichende Ansatz stellt die etablierten, nationalen Erzählungen in Frage und führt zu neuen Erklärungen für die Entwicklung des Tarifrechts in den beiden Ländern.



01.November 2016

Franck Hofmann

Edition: Kulturverlag Kadmos
ISBN: 978-3-86599-295-6

Bildkünstlerisch begleitet von Werner Gasser

Die persönliche Erfahrung einer Sterbebegleitung stand am Anfang: Wie können wir, Vaganten metaphysischer Obdachlosigkeit, unserer Endlichkeit begegnen? Und mehr noch: Was heißt es, den Tod nicht als etwas zu denken, das gegeben ist, sondern als etwas, das im menschlichen Horizont geschaffen werden muss: Dass es gilt, sterblich zu werden? Von der kulturtheoretischen These ausgehend, dass der Tod eines der letzten Tabus säkularer Gesellschaften und die ›ars moriendi‹ ein zentrales Defizit der Moderne ist, stellt das Buch die Frage: Welche Formen könnte eine gegenwärtige Sterbekunst annehmen? In dieser gewinnen die Literatur und  die Künste eine besondere Bedeutung; ermöglichen sie doch die Entfaltung einer symbolischen Kultur, die bis an die Grenze reicht, an der das Leben abbricht. In der Stille, die dort herrscht, gewinnt das Erzählen an Gewicht. Es wird Teil der Anstrengung, von der dieses Buch berichtet: die hoffnungslose Endgültigkeit des Verlusts zu begreifen und ihr im Leben gerecht zu werden. 



20.Oktober 2016

Morgane Walter , Charlotte Duvette, Hadrien Volle

Edition: PARIGRAMME / CPL

Que révèlent les représentations d’une chambre royale de la Renaissance, d’un salon du siècle des Lumières, d’un cabinet de travail sous le Second Empire, d’un boudoir Art déco, d’un atelier d’artiste à Montparnasse ou d’une colocation d’aujourd’hui ? Tableaux et photographies témoignent de l’évolution de la distribution, de la manière d’habiter et du décor des demeures parisiennes à travers les siècles. Mais cette histoire des intérieurs est aussi celle des frontières mouvantes de l’intimité, entre les pièces de réception et celles relevant de la sphère privée, et des partitions rythmant le ballet de mondes séparés, parents et enfants, maîtres et domestiques, hommes et femmes. Derrière chaque porte commence un voyage sensible…