21.Juni 2017

Michael G. Esch, Béatrice von Hirschhausen


Edition: Wallstein Verlag
Reihe: Phantomgrenzen im östlichen Europa
ISBN978-3-8353-1847-2 (2017)
 
Die Herausgeber : Michael G. Esch und Béatrice von Hirschhausen
 
Wahrnehmen - Erfahren - Gestalten. Phantomgrenzen und soziale Raumproduktion
Grenzen und Räume erscheinen immer als bereits vorhanden: im Alltag, in medialen Repräsentationen, wissenschaftlichen Thesen und politischen Diskursen. Tatsächlich werden sie aber erst über eine diskursive Konstruktion sozial und materiell ins Leben gerufen, als sinnvoll betrachtet, erfahrbar. Durch diese Erfahrbarkeit strukturieren sie - manchmal lange über ihr tatsächliches Bestehen hinaus - individuelles, kollektives und politisches Handeln. Dieser aktive Umgang der Menschen mit Raum und Grenzen wirkt auf ihre Konstruktion zurück: Bewusst und unbewusst, willkürlich und unwillkürlich eignen sich Akteure Raum und Grenzen an, überschreiten sie, tragen zu ihrem Wandel und ihrem Fortwirken, zu ihrer veränderlichen Gestalt und Sinngebung bei.

Aus dem Inhalt:
Sabine von Löwis: »Slava Isusu Chrystu. Dobryj den´. Zdravstvujte.« Erinnerung, Aktualisierung und Aufhebung einer Phantomgrenze auf einem ukrainischen Dorffest
Nenad Stefanov: Von Grenzziehungen und Randerscheinungen. »Phantomgrenzen« als Ansatz für eine national dezentrierte Geschichte des Zentralbalkan
Kai Struve: Erfahrung und Gestaltung - soziale Raumproduktion in Oberschlesien seit dem Kaiserreich
 
Weitere Informationen zu dem Band und zu der Reihe finden Sie unter http://www.wallstein-verlag.de/9783835318472-wahrnehmen-erfahren-gestalten.html




14.Juni 2017

Virginie Silhouette-Dercourt


Edition: EMS Editions
Collection: Versus
ISBN: 978-2-84769-944-9

 

"Nous, on navigue entre deux cultures, on se fabrique notre identité" : entre ici et ailleurs, les jeunes femmes issues de l'immigration s'inventent leur propre beauté mais aussi un modèle de consommation.

A travers des entretiens avec des jeunes femmes et leurs familles, Virginie Silhouette-Dercourt explore ce modèle. Se maquiller ou se coiffer sont autant de gestes du quotidien qui permettent d'affirmer qui on est dans l'espace public. COmment se présente-t-on aux autres lorsque l'on vient d'ailleurs et que cela se voit ? Qu'est-ce qui dans le quotidien renvoie irrémédiablement à sa "différence" ?

Son analyse fait apparaître la quête identitaire sous tension qu'elles vivent, entre des injonctions républicaines qui visent leur apparence et une recherche de racines plus ou moins fantasméees. Finalement, ces nouvelles beautés se réinventent quotidiennement, un moi cohérent par le métissage des looks. Elles s'affranchissent des frontières pour se créer un nouveau monde par la consommation.

Avec une préface de François Héran.

 



10.März 2017

Aurélie Denoyer

Edition: Presses Universitaires de Rennes
Collection: Histoire
ISBN: 978-2-7535-5196-1

L’exil comme patrie - Les réfugiés communistes espagnols en RDA (1950-1989)

Ce livre retrace les trajectoires des communistes espagnols expulsés de France en 1950 dans le cadre de l’opération Boléro-Paprika, qui trouvèrent asile en République démocratique allemande. Proposant une histoire sociale de l’exil de gens ordinaires, il contribue à enrichir l’histoire de l’exil espagnol mais aussi à renouveler la recherche sur le communisme et plus précisément sur l’État est-allemand. Voici une contribution originale à la compréhension de l’Europe d’après-guerre, reliant l’histoire espagnole, française et allemande.

Avec une préface de Thomas Lindenberger.

Avec le soutien de l’université Paris Est et du centre Marc-Bloch.



01.März 2017

Kolja Lindner

Edition: Argument Verlag
ISBN: 978-3-86754-321-7

Wie wird politische Herrschaft in Zeiten weitreichender gesellschaftlicher Krisen durchzusetzen versucht?

Kolja Lindner geht dieser Frage am Beispiel der bürgerlichen Rechten in Frankreich zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach. Im Zentrum stehen dabei die Auseinandersetzungen um zwei Prinzipien des französischen Republikanismus: Laizismus und politische Repräsentation. Die massiven Folgen der beobachteten Hegemoniekämpfe – sei es die Zunahme von Rassismus oder die Orientierungslosigkeit der Linken – werden die französische Politik noch lange Zeit prägen.

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kapitel: Die politische Theorie der Hegemonie

2. Kapitel: Der französische Laizismus

3. Kapitel: Politische Repräsentation in Frankreich

4. Kapitel: Die hegemonialen Ambitionen

5. Kapitel: Der kurze Sommer der Hegemonie

6. Kapitel: Der Niedergang

Schluss

 



15.Dezember 2016

Catherine Gousseff , Rita Aldenhoff-Hübinger, Thomas Serrier

Edition: Wallstein Verlag
Collection: Phantomgrenzen im östlichen Europa (hg. von Béatrice von Hirschhausen, Hannes Grandits, Claudia Kraft, Dietmar Müller und Thomas Serrier); Bd. 5
ISBN: 978-3-8353-1954-7

Über Logiken und Kontexte des Rückgriffs auf reale oder vermeintliche europäische Scheidelinien mit Nord-Süd-Verlauf.

Sowohl der Ribbentrop-Molotow-Pakt mit seinem berüchtigten vertikalen Federstrich quer über die Karte Europas als auch die Beschlüsse der Jalta-Konferenz spalteten den Kontinent nach der »Senkrechten«. Auch zwanzig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs bleiben die West-Ost-Orientierung des europäischen Kontinents und die sie visualisierenden vertikalen Scheidelinien ein Wesensmerkmal der »Grenzen und Gliederung Europas« (Oskar Halecki). Es sind insbesondere die Flüsse mit ihrem partiellen, aber oft eben auch nur vermeintlichen Süd-Nord-Lauf, die auf der gesamteuropäischen mental map eine bemerkenswerte Rolle spielen.
Aus dem Inhalt:
Benjamin Schenk: Lemberg und Wolff revisited. Zur Entstehung und Struktur des Konzepts »Osteuropa« seit dem späten 18. Jahrhundert
Beata Halicka: Flüsse als »natürliche Grenzen« - das Erbe des europäischen Nationalismus am Beispiel Rhein, Oder und Weichsel
Catherine Gousseff: Vom Krieg erzwungen oder historisch gewachsen? Die Bug-San-Linie als vertikale Scheidelinie im östlichen Europa
Jarosław Janczak: Politische Verwerfungslinien als Phantomgrenzen in der Europäischen Union. Eine Neubetrachtung des Ost-West-Gegensatzes